Sebastian Vettel in der Pole Position in Monaco
Fast schon wie erwartet hat der amtierende Weltmeister und Rangerste Sebastian Vettel beim Großen Preis von Monaco das Qualifying mit der Bestzeit von 1:13,556 Minuten gewonnen und sich die Pole Position für das Rennen am Sonntag gesichert. Nachdem dem Red-Bull-Piloten noch ein Sieg in der mondänen Kulisse des Fürstentums am Mittelmeer in seiner Titelsammlung fehlt, will er sich diesen jetzt holen und damit seinen Vorsprung auf seine Verfolger ausbauen.
Neben ihm auf Platz zwei startet sein britischer McLaren-Konkurrent Jenson Button, gefolgt von Vettels Teamkollegen Mark Webber auf Rang drei und Fernando Alonso im Ferrari auf dem vierten Platz, welcher zuvor noch das dritte freie Training für sich entschieden hatte.
Ein Überraschungsgast in den Top Five ist der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher – der Mercedes-Pilot sicherte sich nach eher mäßigen freien Trainingsläufen den fünften Startplatz und will endlich die vorderen Plätze angreifen, was ihm in der letzten und laufenden Saison bisher nicht gelungen ist.
Schmumachers Teamkollege Nico Rosberg musste sich hinter Felipe Massa mit Platz sieben zufrieden geben. Weit abgeschlagen landeten die restlichen deutschen Fahrer auf den hinteren Starträngen – Adrian Sutil auf Platz 15, gefolgt von Nick Heidfeld auf 16 und dem glücklosen Timo Glock auf 21.
Überschattet wurde das Qualifying in Monte Carlo von zwei schweren Unfällen. Während Nico Rosberg in eine Schikane raste und unverletzt blieb, erwischte es den Sauber-Piloten Sergio Perez schlimmer. Der 21-jährige Mexikaner crashte nahe der Unfallstelle Rosbergs mit 270 km/h in eine Leitplanke und einen gepolsterten Reifenstapel nahe der Hafenschikane.
Der junge Fahrer war zuerst derart benommen, dass er von den Strecken-Stewarts und dem Ärzteteam aus dem Cockpit geborgen werden musste. Danach erlangte er aber schnell das Bewusstsein wieder und hat nach dem aktuellen Kenntnisstand keine ernsten Verletzungen davon getragen.
An der gleichen Stelle verunglückte bereits 1994 der österreichische Formel-1-Pilot Karl Wendlinger mit schweren Hirn- und Beinverletzungen und musste bald darauf seine Karriere beenden. Kritiker bemängeln den anspruchsvollen und gefährlichen Kurs der Stadtstrecke von Monaco, in der es bisher schon in vielen Rennen spektakuläre Unfälle gegeben hat.