Nico Rosberg ein wahrer Allrounder
Nico Rosberg sorgte mit seinem Triathlon-Auftritt in Kitzbühel für reichlich Aufmerksamkeit und heimste jede Menge Lob ein. Trotz drohender Disqualifikation konnte er sich am Ende mit einer Zeit von 2:07.32 Stunden im Feld behaupten. Rosberg konnte damit seinem Formel-1-Kollegen Jenson Button sieben Minuten abnehmen, der vor kurzem in London am Start war. Da seine Eltern ein Haus in Zell am See haben, hat sich Rosberg für die Teilnahme in Kitzbühel entschieden. Der im hessischen Wiesbaden geborene Rosberg feierte mit Rang 17 in seiner Klasse einen gelungenen Einstand im Triathlon.
Dieses gute Ergebnis wäre aber beinah nicht zustande gekommen, da er bei dem Wechsel vom Rad zum Laufen seinen Fahrradhelm vor dem Erreichen der Wechselzone abnahm. Dieses Vergehen wurde auch prompt von einem der Kampfrichter mit einer Verwarnung bestraft. Franz Peer meinte dazu, die Verwarnung wäre absolut korrekt gewesen, denn Rosberg könne ja auch bei einem Formel-1-Rennen nicht in der vorletzten Runde den Helm abnehmen. Von einer Disqualifikation wurde abgesehen; statt einer Roten Karte wäre die Gelbe Karte völlig ausreichend gewesen.
Rosberg startete mit seinem Team unter dem Namen „Die 110er“. Der Name ist ein kleiner Seitenhieb auf einen Teamkollegen, der immer exakt nach Puls trainiere und dies mit meistens 110 Schlägen in der Minute. Rosbergs Pulsschläge bewegten sich in etwas höheren Regionen; er war durchschnittlich mit 159 Schlägen pro Minute in den drei Wettbewerben unterwegs. Für seinen Betreuer Daniel Schlösser war diese Leistung keine Überraschung, schätzt er doch Rosberg als Weltklassesportler ein, den ein totaler Kampfwille auszeichne. Das Wort “Aufgeben” komme in seinem Wortschatz nicht vor. Schlösser selbst war auf den letzten fünf Kilometern am Ende seiner Kräfte und wunderte sich, was sich Leute alles antun können.