In Hockenheim lacht die Sonne
Auf Sonne hoffen alle Verantwortlichen für das Rennen am Sonntag. Für den Samstag rechnet man mit vereinzelten Schauern und mit einem spannenden Qualifying. Der Wunsch nach schönem Wetter am Renntag ist nur zu verständlich, aber etwas Regen sehen viele als die besondere Würze für das Rennwochenende. Die Wettervorhersagen scheinen diesen Wunsch zu bestätigen. Für Freitag wurde eine Regenwahrscheinlichkeit von 20 Prozent vorhergesagt. In den Abendstunden steigt dieser Wert auf 65 Prozent bei Temperaturen um die 26 Grad. Die Wahrscheinlichkeit von Regenfällen beim dritten Freien Training liegt ebenfalls bei 65 Prozent. Für den Rennsonntag sehen die Prognosen positiv aus. Temperaturen von bis zu 24 Grad und eine Regenwahrscheinlichkeit unter zehn Prozent lassen auf beste Stimmung hoffen.
Bester Stimmung ist man auch bei Red Bull. Nicht nur wegen der guten Rennergebnisse, sondern auch wegen der Gewinnung eines neuen namhaften Sponsors. Das Unterhaltungselektronik-Unternehmen LG Electronics steigt mit dem Grand-Prix in Hockenheim als Ausrüster bei dem österreichischen Team ein. Waren bisher Sponsoren Mangelware bei Red Bull, freut sich Red Bull Teamchef Christian Horner über den Vertragsabschluss. Er führt das Interesse von LG Electronics auf die gute Arbeit und die großartige Entwicklung des Rennstalls zurück. War bisher der rote Bulle der Blickfang des RB6, wird das Logo des neuen Sponsors an prägnanten Stellen des Boliden angebracht. Aber nicht nur die Wagen werden ausgestattet, auch die Fahrer erhalten Werbesticker auf den Overalls, der Unterwäsche und den Helmen. Das Visier bekommt ebenfalls das LG-Logo.
Nicht nur der Abschluss des neuen Werbevertrages stimmt Horner zuversichtlich, sondern auch die gesamte Entwicklung des Rennstalls. Man liege zwar trotz des besten Autos in der Gesamtwertung zurück, doch der rasante Aufstieg des Teams macht ihm Hoffnung. Der RB6 habe sich gegenüber den McLaren als das bessere Auto erwiesen, trotzdem führt etwas überraschend das britische Team. Für Horner sei es wichtig, weiterhin mit beiden Autos vorne dabei zu sein und so viele Punkte wie möglich zu holen. Er rechnet fest mit einer Kehrtwende in der zweiten Saisonhälfte und hofft, einige Male die Nase vorn zu haben.