Aufholjagd in Silverstone für Vettel zu spät

Kein Blei-, sondern ein Plattfuß sorgte bei Sebastian Vettel für mächtig Frust. Sein Teamkollege Mark Webber machte dagegen alles richtig und durfte sich über den dritten Saisonsieg freuen.

Zwei Wochen nach seinem gefährlichen Überschlag freute sich Red-Bull-Teamkollege Mark Webber über Platz eins. Der Australier konnte sich bei der Zieleinfahrt einen kleinen Seitenhieb gegen Vettel nicht unterdrücken: Für einen Nummer-2-Fahrer sei er nicht schlecht gewesen, so der sarkastische Kommentar.
Bereits beim Start hatte er sich an Vettel vorbeigeschoben. Dessen rechtes Vorderrad wurde vom Frontflügel Lewis Hamiltons bereits in Kurve zwei aufgeschlitzt. Mit Mühe und Not rettete sich der Heppenheimer in die Safety-Car-Phase. Nach dem Reifenwechsel begann er als Letzter, während Webber vorne freie Fahrt hatte.
Ferrari-Pilot Fernando Alonso musste am Ende einer Safety-Car-Phase in der 30. Runde eine Durchfahrtsstrafe antreten. Beim Zweikampf mit Robert Kubica hatte er zuvor eine Kurve abgekürzt. Der ehemalige Weltmeister fiel damit wie auch in Valencia weit zurück.

Ein bisschen freuen konnte sich Sebastian Vettel am Ende dann doch noch: Nach einer beeindruckenden Aufholjagd konnte er immerhin als Siebter noch vier WM-Punkte einfahren. Auf Platz zwei stand am Ende Lokalmatador Lewis Hamilton und baute damit seine WM-Führung weiter aus.
Bester Deutscher war Nico Rosberg. Der Mercedes-Pilot schaffte es sogar als Dritter aufs Treppchen. Auf den Plätzen acht bis zehn hinter Vettel fuhren drei weitere Deutsche in die Punkte: Adrian Sutil, Michael Schumacher und Nico Hülkenberg. Timo Glock landete am Ende auf Platz 18.

Lewis Hamilton führt nun mit 145 Punkten vor Teamkollege Jenson Button (133). Mark Webber (128) rutscht nach dem Sieg wieder vorbei an Vettel, der auf dem vierten Platz 24 Punkte hinter dem WM-führenden liegt.

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